Inklusion durch Arbeit

04.12.2018

Inklusion - Veranstaltung mit der BA
Matthias Crone: "Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist die inklusivste aller Beschäftigungsformen."

Matthias Crone: Menschen mit Behinderung brauchen eine Chance auf Arbeit

Auf einer gemeinsamen Veranstaltung anlässlich des internationalen Tages der Menschen mit Behinderung mit der Agentur für Arbeit zum Thema: „Inklusion am Arbeitsplatz – gemeinsam verschieden sein“ sagte der Bürgerbeauftragte Matthias Crone heute in Schwerin:

Die Entwicklung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist in Mecklenburg-Vorpommern seit vielen Jahren positiv – eine Entwicklung freilich, die noch viel zu wenig bei den Menschen mit Behinderung ankommt. Das darf uns nicht ruhen lassen!“ Derzeit suchen in Mecklenburg-Vorpommern etwa 4.000 Menschen mit Behinderung eine Arbeit.

Auf der Tagung standen die Probleme von Menschen mit psychischer Behinderung im Mittelpunkt. Auch für diese Menschen müsse eine sozialversicherte Beschäftigung als die inklusivste aller Beschäftigungsformen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht werden.

Im neuen Bundesteilhabegesetz ist ein Budget für Arbeit vorgesehen. Darin sieht Crone ein langfristiges und dauerhaftes Instrument, um eine angepasste Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit seelischer Behinderung zu ermöglichen. Mit Lohnkostenzuschüssen und bedarfsgerechten Assistenzleistungen sollen Anreize für den Arbeitgeber geschaffen werden, um letztlich die Chancen der Betroffenen zu erhöhen. Crone fordert: „Wir brauchen zudem den Ausbau von Zuverdienstangeboten oder Jobcoaching. Die Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt müssen flexibler gestaltet werden, auch in Bezug auf die Arbeitszeiten.“

Neben diesen praktischen Maßnahmen sei ein weiterer Punkt besonders wichtig. „Wir müssen die gesellschaftliche Achtsamkeit für psychische Erkrankungen verstärken. Soziale Teilhabe braucht ein Umdenken, einen anderen Umgang. Inklusion beginnt im Kopf und Inklusion braucht Kompetenz so bei der Vermeidung von Abläufen, die krank machen und beim Eingehen auf Menschen. Da ist der Weg noch weit .“