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13.1 Urlaub ohne Barrieren

Ein Ehepaar aus Berlin kritisierte, dass Hotels an der Ostseeküste nur Einzelzimmer für behinderte Menschen vorhalten würden. Es bestünden kaum Möglichkeiten, ein behindertengerechtes Zweibettzimmer in Hotels und Pensionen anzumieten. Ein Unterkunftsangebot in Form eines behindertengerechten Einzelzimmers mit einer Türverbindung zum Nebenzimmer ent-sprach nicht den Wünschen des Ehepaares. Sie wollten in ihrem Urlaub, wie andere Paare auch, ein gemeinsames Zimmer nutzen. Vom Betreiber erfuhren sie übrigens, dass die ihnen angebotenen Zimmer noch nie vermietet werden konnten.

Die Bürgerbeauftragte wollte in Erfahrung bringen, ob die Wahrnehmungen der Petenten repräsentativ für die Übernachtungsstätten im Land sind. Sie fragte deshalb den Leiter des Projektes „Tourismus für Menschen mit Handicap in Mecklenburg-Vorpommern“, welche Daten zu behindertengerechten Zimmern vorhanden sind und ob es Erkenntnisse über deren Auslastung gibt. Bis zur Mitte des Jahres 2002 waren 60 Beherbergungsbetriebe erfasst, die über behindertengerechte Zimmer - meist nur eins - verfügen. In zwei Fällen stehen Einzelbettzimmer mit einer Türverbindung zu einem Nachbarzimmer bereit.

Eine Vielzahl von mobilitätsbehinderten Menschen ist alleinstehend und auf Hilfe einer Fremdperson angewiesen. Wegen der zukünftig zu erwartenden starken Zunahme der Zahl älterer Personen mit Handicap wird die Nachfrage nach geeigneten Beherbergungen weiterhin ansteigen. Wenn Beherbergungsbetriebe behindertengerechte Zweibettzimmer anbieten, könn-te dem unterschiedlichen Bedarf der Gäste, die mit Fremdbegleitung oder Ehepartner anreisen, besser entsprochen und damit ein zusätzlicher Kundenkreis erschlossen werden.

Es wäre eine Chance für die Steigerung der Übernachtungszahlen in Mecklenburg-Vorpommern, wenn Beherbergungsbetriebe verstärkt behindertengerechte Angebote vorhalten. Hierfür sollte die Landesregierung entsprechende Beratungsangebote zur Verfügung stellen.


Inhalt:

1. Vorwort
2. Statistisches
3. Kodex für gute Verwaltungspraxis
4. Innenpolitik
4.1 Mit freundlichen Grüßen ...
4.2 Überlange Bearbeitungsdauer
4.3 Probleme mit Regenwasser
4.4 Ohnmacht gegenüber Abwasserzweckverbänden?
4.5 Beitragspflicht nach Investitionen von Gemeinden
4.6 „Abenteuer“ Wohnen im Außenbereich
5. Zuwanderung und Integration
5.1 Zuwanderungsgesetz
5.2 Jahrelange Unsicherheit wegen fehlender Beratung
5.3 Gesicherter Lebensunterhalt - Voraussetzung für Aufenthaltsbefugnis
5.4 Informationsveranstaltungen zur interkulturellen Bildung
5.5 Interkulturelle Woche 2002
5.6 Konferenz der kommunalen Ausländerbeauftragten
6. Rechtspolitik
6.1 Nachbarrechtsgesetz – Bedarf besteht weiter
7. Finanzpolitik
7.1 Einspruch
7.2 Bürgerfreundliche Finanzverwaltung
8. Verkehrspolitik
8.1 Bahnpolitik
8.2 Verkehrslärm
8.3. Leben an der Bundesstraße
9. Bildungspolitik
9.1 Örtlich zuständige Schule
9.2 Unterrichtsausfall
9.3 Stundentafel
9.4 Kosten der Schülerbeförderung ab Klasse 11
9.5 Förderung von hochbegabten Kindern
10. Bauangelegenheiten
10.1 Solarenergie - ja bitte!
11. Sozialpolitik
11.1 Arbeitsamt weckt unberechtigte Hoffnungen
11.2 Landespflegegesetz – ambulant vor stationär?
11.3 Wahl der Kindertagesstätte
11.4 Unterhalt und Jugendhilfe
11.5 Elternbeiträge für den Kindergarten
11.6 Hortbetreuung für behinderte Kinder
11.7 Zusammenarbeit mit den kommunalen Behindertenbeauftragten und -beiräten
11.8 Zusammenarbeit mit den Beauftragten der Länder
11.9 „Lebensentwürfe – Individuell leben mit Qualität und Sicherheit im Betreuten Wohnen“
11.10 5. Landeskunstwettbewerb für Menschen mit Behinderung und chronisch Kranke
12. Umwelt
12.1 Kein Anschluss trotz Forderung
12.2 Industrie- und Gewerbelärm
13. Tourismus
13.1 Urlaub ohne Barrieren
14. Legislativpetitionen