Nach wie vor möchte die Mehrzahl der Ratsuchenden dem Bürgerbeauftragten Petitionen in einem persönlichen Gespräch vortragen. Um auch den Bürgern diese Möglichkeit zu geben, für die eine schriftliche Sachverhaltsdarstellung zu umständlich oder unmöglich ist, wurden wieder Außensprechtage in den Landkreisen, kreisfreien Städten und zum Teil in ehemaligen Kreisstädten oder anderen Orten durchgeführt.
Auswärtige Sprechtage des Bürgerbeauftragten
| 1. | Landkreis Ludwigslust | 16.04.1997 | mit 11 Petenten | |
| 2. | Hansestadt Rostock |
17./18.04.1997 |
mit 34 Petenten | |
| 3. | Hansestadt Wismar | 23.04.1997 | mit 23 Petenten | |
| 4. |
Landkreis Güstrow (Güstrow) |
24.04.1997 | mit 13 Petenten | |
| 5. |
Landkreis Nordwestmecklenburg (Grevesmühlen) |
07.05.1997 | mit 21 Petenten | |
| 6. |
Landkreis Uecker-Randow (Pasewalk) |
14.05.1997 | mit 21 Petenten | |
| 7. |
Landkreis Ostvorpommern (Anklam) |
15.05.1997 | mit 12 Petenten | |
| 8. |
Landkreis Bad Doberan (Bad Doberan) |
29.05.1997 | mit 20 Petenten | |
| 9. |
Landkreis Demmin (Demmin) |
04.06.1997 | mit 8 Petenten | |
| 10. |
Landkreis Müritz (Waren) |
05.06.1997 | mit 15 Petenten | |
| 11. | Hansestadt Greifswald | 11.06.1997 | mit 22 Petenten | |
| 12. |
Landkreis Nordvorpommern (Grimmen) |
12.06.1997 | mit 12 Petenten | |
| 13. | Hansestadt Stralsund | 25.06.1997 | mit 16 Petenten | |
| 14. |
Landkreis Rügen (Bergen) |
26.06.1997 | mit 24 Petenten | |
| 15. | Stadt Neubrandenburg | 09.07.1997 | mit 17 Petenten | |
| 16. |
Landkreis Mecklenburg/Strelitz (Neustrelitz) |
10.07.1997 | mit 19 Petenten | |
| 17. |
Landkreis Parchim (Parchim) |
16.07.1997 | mit 17 Petenten | |
| 18. | Hansestadt Rostock | 04.09.1997 | mit 15 Petenten | |
| 19. |
Landkreis Güstrow (Güstrow) |
11.09.1997 | mit 12 Petenten | |
| 20. | Hansestadt Wismar | 17.09.1997 | mit 20 Petenten | |
| 21. |
Landkreis Nordwestmecklenburg (Grevesmühlen) |
14.10.1997 | mit 14 Petenten | |
| 22. |
Landkreis Uecker-Randow (Pasewalk) |
22.10.1997 | mit 16 Petenten | |
| 23. |
Landkreis Ostvorpommern (Anklam) |
23.10.1997 | mit 19 Petenten | |
| 24. |
Landkreis Nordwestmecklenburg (Grevesmühlen) |
24.10.1997 | mit 14 Petenten | |
| 25. | Hansestadt Greifswald | 05.11.1997 | mit 11 Petenten | |
| 26. |
Landkreis Nordvorpommern (Ribnitz/Damgarten) |
06.11.1997 | mit 25 Petenten | |
| 27. |
Landkreis Rügen (Bergen) |
19.11.1997 | mit 13 Petenten | |
| 28. | Hansestadt Stralsund | 20.11.1997 | mit 18 Petenten | |
| 29. |
Landkreis Müritz (Waren-Müritz) |
27.11.1997 | mit 10 Petenten | |
| 30. |
Landkreis Bad Doberan (Bad Doberan) |
04.12.1997 | mit 23 Petenten | |
| 31. | Stadt Neubrandenburg | 10.12.1997 | mit 17 Petenten | |
| 32. |
Landkreis Mecklenburg/Strelitz (Neustrelitz) |
11.12.1997 | mit 15 Petenten | |
Die am Dienstsitz in Schwerin durchgeführten 47 Sprechtage wurden von 236 Petenten wahrgenommen.
In einer Telefonsprechstunde im April/Mai 1997 stand der Bürgerbeauftragte den Leserinnen und Lesern der Schweriner Volkszeitung zur Verfügung. Insgesamt nutzten 48 Bürgerinnen und Bürger diese Möglichkeit der sofortigen Beratung und Auskunft.
744 Petitionen erreichten den Bürgerbeauftragten aus Städten und Gemeinden unseres Landes sowie auch anderer Bundesländer in schriftlicher Form.
Im Jahre 1997 wurden beim Bürgerbeauftragten insgesamt 1576 mündliche und schriftliche Eingaben registriert und bearbeitet. Das sind 461 mehr als im Jahre 1996 (1115 Eingaben) beziehungsweise 408 mehr als im 1. Berichtszeitraum April 1995 - März 1996 (1168 Eingaben). Vom Bürgerbeauftragten waren somit im ersten Jahr seiner Tätigkeit pro Monat durchschnittlich 106 Petitionen zu bearbeiten, im vergangenen Berichtszeitraum bereits durchschnittlich 112. Im Jahre 1997 stieg die Zahl der monatlich zu bearbeitenden Petitionen auf durchschnittlich 131 an. Das ist Ausdruck dafür, daß die Institution des Bürgerbeauftragten immer notwendiger und hilfreicher, aber auch bekannter geworden ist.
Von den im Berichtszeitraum entgegengenommenen 1576 Petitionen wurden wiederum mehr als die Hälfte - 52,8 % - dem Bürgerbeauftragten im persönlichen Gespräch vorgetragen.
Gleichbleibend ist der Anteil der Petitionen von 41 %, mit denen sich Frauen an den Bürgerbeauftragten wandten.
Zugenommen hat auch die Zahl der Bürger, die eine möglichst sofortige Auskunft zu ihren Problemen benötigen und sich deshalb per Telefon an den Bürgerbeauftragten wenden. Im Berichtszeitraum war dies ca. 1450 mal der Fall. Solches Auskunftsersuchen wird jedoch nicht als Petition gewertet.
Wie bisher auch, hat der Bürgerbeauftragte vor Beginn des Sprechtages die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit dem jeweiligen Landrat beziehungsweise Oberbürgermeister genutzt. Im Rahmen dieser Gespräche konnte so in einigen Fällen bereits die Klärung von Problemen im Sinne der Petenten erreicht werden.
Ein besonderer Dank gilt den Landräten, Oberbürgermeistern und ihren Mitarbeitern für die gleichbleibend freundliche Unterstützung in Vorbereitung und Durchführung der Sprechtage des Bürgerbeauftragten vor Ort.
Dank gebührt auch der Lokalpresse, die mit Zeitungsveröffentlichungen und Presseberichten zur erfolgreichen Durchführung der Außensprechtage des Bürgerbeauftragten beigetragen hat.
Die Petitionen 1997, gegliedert nach Sachgebieten
| Bodenreform/Rückführung/ Grundstücksangelegenheiten | 224 | |
| Rehabilitierung, Vertriebene, Kriegsopfer, Justiz | 56 | |
| Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung | 85 | |
| Baurecht/Raumordnung/Landesplanung/ Baufördermittel | 264 | |
| Gebühren und Abgaben | 164 | |
| Standesamt/Kindertagesstätten/Schule/Ausbildung/ Beruf/Existenzgründung/Soziales | 344 | |
| Belange der Behinderten | 202 | |
| Pflege- und Krankenversicherung | 64 | |
| Belange der Ausländer und Aussiedler | 69 | |
| Naturschutz und Landschaftspflege, Umweltangelegenheiten | 104 | |
gesamt: | 1576 |
| Kommunen | 27,0 % |
| Landkreise/Kreisfreie Städte | 23,7 % |
| Land Mecklenburg-Vorpommern | 32,7 % |
| Bund | 9,6 % |
| Arbeitsämter, Bahn, Post, Telekom,Treuhand-Nachfolgegesellschaft u. a. | 6,9 % |
1. Vorwort
2. Statistisches
2.1 Die Sprechtage des Bürgerbeauftragten
2.2 Mündliche und schriftliche Eingaben 1997
3. Innenpolitik
3.1 Dauerbrenner Gebühren
3.2 Zweitwohnungssteuer auch für Gartenlauben?
3.3 Unberechtigte Kostenforderungen nach Widerspruchsverfahren
3.4 Fördermittelantrag und die unerwarteten Folgen
3.5 Belange der Ausländer und Aussiedler
3.5.1 Ausländer in Mecklenburg-Vorpommern
3.5.2 Aussiedler in Mecklenburg-Vorpommern
3.5.3 Belange der Ausländer und Aussiedler
4. Wirtschaftspolitik
4.1 Initiative für unbefristete Beschäftigungsverhältnisse in Saisonbetrieben
5. Kultuspolitik
5.1 Schullastenausgleich für Sonderschulen in freier Trägerschaft
5.2 Sonderschule Graal Müritz
6. Umweltpolitik
6.1 Bürger sollen bei Klärungsversuchen nicht länger im Trüben fischen - Rechtslage bei Kleinkläranlagen
6.2 Verbrauchsgerechte Wasserabrechnung nicht überall möglich
7. Sozialpolitik
7.1 Belange der Menschen mit Behinderung
7.2 Kindergeldansprüche
7.3 Sozialhilfe
7.4 Probleme bei beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen
7.5 Kraftfahrzeug und Sozialhilfe - wirklich unvereinbar?
8. Justiz- und Bundespolitik
8.1 Probleme bei der Grundstücksprivatisierung durch die Treuhandnachfolgegesellschaften
8.2 Kein Anspruch des Bürgers auf Auskunft innerhalb einer bestimmten Frist
9. Bauwesen und Landesentwicklung
9.1 Ungleiche Startchancen für Windhunde - Probleme mit Fördermitteln