Am 2. Oktober 1996 fand zur o. g. Thematik in Zusammenarbeit mit dem Landesbehindertenbeirat eine Fachtagung in Rostock statt. Teilnehmer dieser Veranstaltung waren u. a. Vertreter der Krankenkassen, des Kultus- und Sozialministeriums Mecklenburg-Vorpommerns, Mediziner, Vertreter unterschiedlicher Landesbehindertenverbände und Personen bzw. Institutionen, die sich inhaltlich mit der Frühförderung oder dem Autismus befassen.
Das Resümee dieser Veranstaltung ergab folgende allgemeine Schlußfolgerungen:
1. Da eine wohnortnahe Betreuung für Autisten in Mecklenburg-Vorpommern leider nicht gegeben ist und auch die im Lande vorhandenen sozialpädiatrischen Zentren dies auch nicht leisten können, ist es dringend erforderlich,
die Verfahrensweise im Diagnosefall "Autismus" dahingehend zu ändern, daß sogenannte Autismusambulanzen eingerichtet werden, um eine gezielte Frühförderung und Therapie zu gewährleisten. Dazu ist die interdisziplinäre Unterstützung, insbesondere in finanzieller Hinsicht, von Seiten der Krankenkassen, Landesregierung als auch Landkreise und kreisfreien Städten in Mecklenburg-Vorpommern erforderlich.
2. Zur Thematik Frühförderung und Autismus muß die Öffentlichkeit mehr informiert und sensibilisiert werden.
3. Zusätzlich zu den im Lande vorhandenen sozialpädiatrischen Zentren sollten sozialpädiatrische Initiativen auf lokaler Ebene geschaffen werden. Auch diesbezüglich bedarf es einer Klärung der Kostenträgerschaft (Liga der Verbände der freien Wohlfahrtspflege, Städte- und Gemeindetag, Landkreistag Mecklenburg-Vorpommern und Kassenärztliche Vereinigung).
4. Die Erstellung von "Rahmenrichtlinien für Frühförderstellen in Mecklenburg-Vorpommern" soll in Zusammenarbeit der Liga der Verbände der freien Wohlfahrtspflege mit der Kassenärztlichen Vereinigung und den örtlichen Sozialhilfeträgern unter Hilfestellung des Sozialministeriums vorbereitet werden. Diese gilt es dann in Anwendung zu bringen.
1. Vorwort
2. Sprechtage des Bürgerbeauftragten, mündliche und schriftliche Eingaben
3. Besondere Themen
3.1 Berufliche Rehabilitierung und die unerwarteten Folgen
3.2 Sieben Jahre Arbeitslager in Sibirien, trotzdem keine Haftentschädigung
3.3 Probleme der Bürger, eigene Rechte wahrzunehmen
3.4 Probleme mit Verdienstnachweisen
3.5 Probleme mit dem örtlichen Schulträger
3.6 Weiter Ärger mit den Gebühren
3.7 Zur Handhabung des Baugesetzbuches
3.8 Auszeichnung für die bürgerfreundlichste Verwaltungsentscheidung 1996
3.9 Dringende Telefonanschlüsse
3.10 Bearbeitung von Eingaben, die Angelegenheiten von Bundesbehörden betrafen
4. Belange von Menschen mit Behinderung
4.1 Landesbehindertenbeirat
4.2 Arbeitsgemeinschaft
4.3 Öffentlicher Personennahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern
4.4 Eine Frage zur Schulgesetzgebung des Landes Mecklenburg-Vorpommern
4.5 Der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen in Mecklenburg-Vorpommern
4.6 Frühförderung und Autismus
4.7 Zwei Beispiele von Einzelpetitionen mit grundlegender behindertenspezifischer Thematik
5. Belange der Ausländer und Aussiedler
5.1 Schwerpunkte aus Petitionen
5.2 Zur Rückführung von Bürgerkriegsflüchtlingen nach Bosnien-Herzegowina
5.3 Vernetzung der Arbeit für Ausländer und Aussiedler
5.4 Aussiedler
5.5 Der Umgang mit einem schwierigen Wort